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Wie hält eine Vakuumisolierung Speisen und Getränke auf Temperatur?

Das physikalische Prinzip hinter doppelwandigen Thermobehältern und Isolierflaschen für den Pendelalltag.

Von Veröffentlicht am 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Eine Vakuumisolierung besteht aus zwei ineinanderliegenden Gefäßwänden – meist aus Edelstahl –, zwischen denen die Luft nahezu vollständig abgesaugt wurde. Da im Vakuum kaum Teilchen vorhanden sind, wird die Wärmeübertragung durch Leitung und Strömung stark gebremst, sodass Speisen über Stunden heiß oder kalt bleiben.

  • Zwischen Innen- und Außenwand eines doppelwandigen Edelstahlbehälters befindet sich ein nahezu luftleerer Raum.
  • Ohne Luftmoleküle findet fast keine Wärmeleitung oder Konvektion zwischen dem Inhalt und der Umgebung statt.
  • Gut isolierte Behälter mit 0,5 Litern Volumen halten Speisen laut Prüfungen der Stiftung Warentest nach sechs Stunden noch auf gut 70 Grad Celsius.
  • Starke Stöße können die dünnen Wände eindellen, wodurch sich Innen- und Außenwand berühren und die Isolierwirkung verloren geht.

Aufbau und physikalisches Prinzip

Unter einer Vakuumisolierung versteht man einen doppelwandigen Behälteraufbau, bei dem der Zwischenraum zwischen Innen- und Außenwand evakuiert, also nahezu luftleer gepumpt wird. Nach dem Prinzip des sogenannten Dewargefäßes fehlen in diesem Spalt die Gasmoleküle, die normalerweise Wärmeenergie von der warmen zur kalten Seite transportieren. Weder Wärmeleitung noch Wärmeströmung (Konvektion) können den luftleeren Raum nennenswert überbrücken; lediglich Wärmestrahlung tritt noch auf und wird oft durch verspiegelte oder kupferbeschichtete Innenflächen reduziert.

Bedeutung für den Transport auf dem Fahrrad

Für Radpendler ermöglicht diese Bauweise, warme Mahlzeiten ohne Stromanschluss ins Büro mitzunehmen, während die Außenwand kühl bleibt und kein Kondenswasser bildet. In Untersuchungen der Stiftung Warentest hielt der bestbewertete vakuumisolierte Speisebehälter mit 0,5 Litern Volumen den Inhalt nach sechs Stunden noch auf gut 70 Grad Celsius. Welche Speisen sich dafür eignen, lesen Sie im Ratgeber über Essen für den Thermobehälter.

Schwachstellen sind der Deckelbereich, über den die meiste Wärme entweicht, sowie die Stoßempfindlichkeit: Bei Falltests aus einem Meter Höhe nahmen einzelne Modelle Schaden. Entsteht eine tiefe Delle, berühren sich Innen- und Außenwand und bilden eine Wärmebrücke. Zudem kann abkühlendes Essen den Innendruck senken, weshalb manche Deckel ein Überdruckventil zum Druckausgleich nutzen.

Quellen

  1. Thermobehälter im Test: Einer hält heiß, einer nicht dicht, Stiftung Warentest, abgerufen am

Verwandte Begriffe

  • Überdruckventil

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